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Donnerstag, 14.11.2019

Ziel verfehlt

Um die Pariser Klimaziele zu erreichen, müssen die CO2-Emissionen bis 2030 um mindestens 50 Prozent gesenkt werden. Mit Österreichs Nationalem Energie- und Klimaplan sind laut Gottfried Kirchengast nicht einmal 30 Prozent möglich. Foto: pixabay

Um die Pariser Klimaziele zu erreichen, müssen die CO2-Emissionen bis 2030 um mindestens 50 Prozent gesenkt werden. Mit Österreichs Nationalem Energie- und Klimaplan sei nicht einmal eine Reduktion um 30 Prozent möglich, kritisiert Klimaforscher Gottfried Kirchengast. Foto: pixabay

Nationaler Energie- und Klimaplan aus Sicht der Wissenschaft ungeeignet zur nötigen Emissionsreduktion

Über 70 WissenschafterInnen, unter ihnen auch ForscherInnen der Universität Graz, haben in den letzten sechs Monaten einen Klimaplan erarbeitet, um die österreichische Politik bei der notwendigen Verbesserung des offiziellen Nationalen Energie- und Klimaplans (NEKP) zu unterstützen. Ihr Ziel haben die WissenschafterInnen jedoch nicht erreicht: „Österreichs Politik hat es trotz all unserer Bemühungen verabsäumt, den NEKP noch vor der Übermittlung bis 31. Dezember 2019 an Brüssel erfolgsfähig zu machen“, kritisiert Gottfried Kirchengast, Klimaforscher an der Universität Graz und Vertreter der Wissenschaft im Nationalen Klimaschutzkomitee.

Im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz mit RepräsentantInnen von Umweltschutzorganisationen und Klima-AktivistInnen am 12. November 2019 in Wien nahm Kirchengast Stellung zu dem am 4. November in Begutachtung gebrachten Nationalen Energie- und Klimaplan. „Das lähmendste Defizit am vorliegenden NEKP ist, dass weder das Politikziel von 36 Prozent – statt mindestens 50 Prozent – Emissionsabbau bis 2030 für den Pariser Klimazielweg ausreicht, noch die vorgesehenen Maßnahmen ernsthaft genug sind, um eine Chance zu haben, auch nur Richtung 30 Prozent zu kommen“, so der ernüchternde Befund des Experten, der damit eine rote Linie überschritten sieht.

>> gesamte Stellungnahme von Gottfried Kirchengast zum Nationalen Energie- und Klimaplan

Erstellt von Gudrun Pichler

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