NHCM-2

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Projektname:NHCM-2 -Nichthydrostatische Klimamodellierung – Teil 2
ProjektleiterIn:Heimo Truhetz
Projektteam:Heimo Truhetz (Post-Doc: Projektleitung, Modellierungen mit WRF, Interaktion atmosphärischer Strömungen mit den Alpen)
Marie Piazza (Post-Doc: Modellierungen mit CCLM, Orographischer Niederschlag)
András Csáki (Doktorand: Modellierungen mit CCLM, Turbulenzparametrisierungen und Prozesse in der Planetaren Grenzschicht)
PartnerInnen: Climate Service Centre Germany (GERICS), Hamburg
Deutscher Wetterdienst (DWD), Offenbach
Leuphana Universität, Lüneburg

Fördergeber:

FWF – Der Wissenschaftsfonds

Dauer:Jan. 2013 - Jun. 2018

Abstrakt:

Aufgrund des steigenden Bedarfs an Informationen über die Auswirkungen des Klimawandels auf lokaler Skala werden Regionale Klimamodelle (RCMs) in zunehmendem Maße mit höheren Auflösungen betrieben. Heutige RCMs sind in der Lage viele regionale Klimaprozesse zu erfassen und sie decken die meso-β Skala (20 km bis 200 km) für Anwendungen in der Klimaforschung mit ausreichender Qualität ab. Basierend auf den Erfolg in der Numerischen Wettervorhersage (NWP) und gestützt vom generellen Fortschritt im Bereich der Computertechnologie, beginnen RCMs nun auch in die meso-γ Skala (2 km bis 20 km) vorzudringen.

Dieser Skalensprung ist jedoch nicht trivial. Relevante Prozesse (z.B. hochreichende Konvektion) auf formals nicht aufgelösten Skalen werden nun aufgelöst, und es ist größten Teils unklar, wie heutige RCMs (ursprünglich für gröbere Skalen entwickelt) in der Lage sind, Klimaprozesse und deren skalenübergreifendes Wechselspiel zu erfassen. Im komplexen Gelände, wo Gebirge substanziellen Einfluss auf Wetter und Klima haben, gewinnt dies durch den Einfluss der Orographie zunehmend an Bedeutung. Darüber hinaus wird auch die Modellevaluierung zur Herausforderung: Beobachtungsdaten, welche die natürliche Variabilität in ausreichendem Maße abdecken, existieren nur in Ausnahmefällen (z.B. in speziellen Messkampagnen) und zeitliche und räumliche Versetzungen zwischen modellierten und beobachteten Größen („double penalty problem“) beschränken den Einsatz der traditionellen Fehlerstatistik. 

Im Vorläuferprojekt “Nicht-hydrostatische Klimamodellierung (NHCM-1)”, das vom Österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF) gefördert wurde (Projektnummer P19619-N10), wurden erste Testsimulationen im Klimamodus auf Skalen, bei denen hochreichende Konvektion aufgelöst wird (≤3 km Gitterpunktsabstand), im europäischen Alpenraum durchgeführt und analysiert. Das Projekt konzentrierte sich auf die Exploration der Fehlerbandbreiten von modellierten bodennahen Variablen sowie auf die Bestimmung/Bewertung des Mehrwerts konvektions-auflösender Simulationen unter Verwendung von Daten aus operationellen Kurzfristwettervorhersagesystemen als Referenz und Evaluationstechniken aus NWP zur Vermeidung des double penalty Problems.

Aufbauend auf dem wissenschaftlichen Erfolg von NHCM-1, kombiniert NHCM-2 neueste Entwicklungen aus der Klimaforschung und NWP. Es (1) untersucht die Fähigkeit moderner RCMs, die in konvektions-auflösender Skala betrieben werden, wichtige regionale orographisch-induzierte Klimaprozesse in den europäischen Alpen zu erfassen, (2) trägt zur Verbesserung von RCMs in Hinblick dieser Prozesse bei, (3) setzt die Erschließung fortschrittlicher Evaluationstechniken und hochaufgelöster Referenzdaten aus NWP für die Klimaforschung fort und (4) zielt auf die Ermöglichung von Klimasimulationen der nächsten Generation, sogenannter konvektions-auflösende Klimasimulationen (CRCSs), im Alpenraum ab.

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Foto: Truhetz, Heimo, Mag. Dr.rer.nat.

Truhetz, Heimo, Mag. Dr.rer.nat.

heimo.truhetz@uni-graz.at

+43 316 380 - 8442

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